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„Do not go gentle into that good night,
rage, rage against the dying of the light.“

Diese Zeilen waren das Motto des von Michael Frenz (Meldelaeufer.de) organisierten Ultralaufs „The Real Kick“ und fanden sich auch auf dem Finisher-Shirt.

In diesem Gedicht von Dylan Thomas ruft ein fiktiver Sohn seinen sterbenden Vater dazu auf, um sein Leben zu kämpfen und auch seine letzten Tage noch auszukosten.

Doch ganz so dramatisch sollte es dann nicht zugehen, aber angesichts des Starts in Moselkern Mitte November um 9:00h morgens, zurückzulegenden 125 km mit fast 4000 Höhenmetern und der kurzen Zeitspanne bis zur Dämmerung, war das Tageslicht nicht gerade dein Freund. Also: „Rage against the dying of the light“!

Das bestimmte natürlich die anfängliche Taktik des Rennens: Bei Helligkeit möglichst viele Kilometer abspulen, ohne jedoch zu überpacen! Das sollte möglich sein, zumal die ersten 30 Kilometer nicht zu anspruchsvoll waren: Vorbei an Burg Eltz, später auch an Burg Pyrmont, verlief der Trail stets entlang des Eltztales. Allerdings zwang uns eine weggerissene Brücke, den Fluss in fast knietiefem, ziemlich kalten Wasser zu durchqueren (wozu waren denn die Ersatzsocken im Rucksack??).

Nach 36km dann der erste VP im Örtchen Urmersbach – Outback Eifel. Heiße Suppe, Tee und das Übliche, aber auch die Dropbags, gaben für die nächsten zwei Laufrunden genügend Stärkung: Der Monrealer Ritterschlag mit 23km, sowie eine 19km-Runde über den Hochbermel, einem uralten Vulkan.

Der Vorteil dieser Routenführung lag auf der Hand: Drei Mal ging es zum selben VP und den Dropbags mit Ersatzschuhen, sodass der einbrechenden Nacht, dem dichten Nebel und dem Regen etwas der Ernst genommen wurde.

Der Rest, nochmals fast 50km bis zum Ziel, waren dann nur noch Laufen, Kilometer abspulen, nicht über den Sinn des eigenen Tuns nachdenken und die Motivation ja nicht sinken lassen, was bei Dunkelheit, Matsch, mit Stirnlampe und der Orientierung einzig per GPS-Track auf der Uhr grundsätzlich nicht immer einfach ist.

Bei Kilometer 110, der Laacher See war endlich erreicht, das Ziel praktisch in greifbarer Nähe, folgte ein finaler Anstieg zur hoch über dem See gelegenen Teufelskanzel, inklusive einer kompletten Umrundung des Sees.

Mit einigen kleineren „Verhauern“ zeigte die Uhr um 7:00h morgens, nach 22 Stunden einschließlich aller Pausen, 127km und 3900 Höhenmeter. Zusammen mit meiner Laufpartnerin landeten wir damit mit Platz 9 in der Gesamtwertung im vorderen Drittel.

Was bleibt, ist ein gewisser Stolz, diese anspruchsvolle Strecke gut bewältigt zu haben, sowie die Zuversicht, weitere Extremläufe ins Visier nehmen zu können. Schließlich sind nun 5 UTMB-Punkte mehr auf dem Konto.

Die deutsche Meisterschaft im 24-Stunden Trailrunning findet jedes Jahr in Arnsberg im Sauerland statt. Bekannter ist der Wettkampf unter dem Namen Traildorado. Gelaufen wird ein Rundkurs über 4,11 km mit 130 Höhenmeter.

Etwas besonders am Traildorado ist die Möglichkeit, jederzeit zu pausieren und in der direkt an der Strecke liegenden Jugendherberge zu schlafen. Dadurch ist der Traildorado auch gut für Einsteigende in das Thema Nachtlauf und 24 Stundenlauf eine risikofreie Möglichkeit sich daran zu probieren.

Wirklich unglaublich ist die Verpflegung während des Laufs. Die Helfenden des Traildorados präsentieren den Laufenden durchgängig wechselnde Speisen, was insbesondere in den Nachtstunden sehr hilfreich ist, um die Motivation aller Teilnehmenden hoch zu halten. Selbstverständlich ist auch ein großes veganes Angebot vorhanden.

 

 

 

 

 

 

Zur Nachhaltigkeit haben haben alle einen eigenen nummerierten Becher,
der nicht mit auf die Piste genommen werden muss, sondern an der Verpflegungsstation auf die Nutzung wartet. Natürlich ließ auch das Getränkeangebot keine Wünsche unerfüllt.

 

 

 

Dieses Jahr war der RC Vorwärts mit dem Läufer Klaus Zimmermann vertreten. Klaus lief insgesamt 32 Runden auf dem Kurs und erreichte damit offizielle 131,52 km und 4.160 Höhenmeter. Damit erlief er den Rang 2 in der Alterklasse M55 und den 11. Platz in der deutschen 24-Stunden-Trailrunning-Meisterschaft.

 

 

 

Am 02.10.2021 nahmen insgesamt 3 SportlerInnen unseres Vereins am Rennsteig Marathon teil.

Gudrun Strauß finishte den Marathon über die Strecke von 42,2 km und insgesamt 1.800 Hm in einer Zeit von 4:04:52. Damit wurde sie insgesamt 29. Frau und belegte Platz 1 in ihrer AK W55.

Ebenfalles sehr erfolgreich lief Yvonne Jung den Supermarathon über die Distanz von 74 km und insgesamt 3.260 Hm in 7:49:49 . Yvonne wurde insgesamt 14. Frau und belegte Platz 1 in ihrer AK W40.

Weiterhin finishte Volker Dörr den Supermarathon in 9:28:27 und belegte Platz 28 in der AK M60.

Der im März aufgrund der aktuellen Coronalage verschobene Trail du Petit Ballon fand am Wochenende im Elsaß statt. Zwei Läufer des RC Vorwärts stellten sich der Herausforderung von 54 km und 2.400 Höhenmetern.

Der Trail startet in Rouffach und beginnt mit angenehmen Wegen durch hügelige Weinlagen. Hier wird mit dem Zinnköpfle der erste Berg erklommen. Dann taucht der Weg in die Wälder ein und führt u.a. durch die Col du Bannstein, über den Hochfelsen, Engelstein und Dornsilkopf. Der höchste Punkt der Strecke ist dann der Petit Ballon mit 1.163 Metern ünN, wo die blaue Madonna auf die Läufer wartet.  Sehr schön ist auch der letzte Streckenabschnitt entlang des Steilhangs zur Rheinebene. Das Wetter passte und es gab eine herrliche Aussicht.

Die Gesamtlänge der Stecke war dann tatsächlich mehr als 57 km. Volker Dörr lief nach 8:17:46 über die Ziellinie, Klaus Zimmermann schaffte die Strecke in 7:58:04.

Herzlichen Glückwunsch an die beiden Athleten.

 

Am 9. September feierte Volker Dörr  ein Jubiläum:

Beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival finishte Volker seinen 100. Marathon/Ultralauf!!!

Beim K65 über 61km und 2095 Hm erreichte er in 8:43:01h einen 64. Platz unter den Männern. Seine Altersklasse M60 konnte er gewinnen!

Wir gratulieren zu dieser tollen Leistung und zum Jubiläum ganz herzlich!

Am Sonntag haben 6 Läufer des RC Vorwärts haben den 21. Kraichgau-Lauf in Sinsheim-Rohrbach auf unterschiedlichen Strecken erfolgreich absolviert.

Beim Ultramarathon über 50 km (inkl. 960 Hm) kam Yvonne Jung in 4:25:24 als 1. Frau ins Ziel und siegte auch in Ihrer Altersklasse W 35 (gesamt Pl. 4). Volker Dörr bewältigte die 50 km in 5:30:38 und gewann damit den 1. Platz der Altersklasse M 60 (gesamt Pl. 28).

Den ¾-Marathon über 33 km (inkl. 650 Hm) absolvierte Markus Webel in 2:42:01 und siegte damit in der Altersklasse M 40 (gesamt Pl. 8).

Die gleiche Distanz bezwang Christian Gerbes in 03.03.05 und belegte damit Platz 2 in der Altersklasse M 30 (gesamt Pl. 27). Als 3. Läufer kam Alfred Krause in 3:13:53 in Ziel und erreichte damit Platz 2 in der Altersklasse M 55 (gesamt Pl. 33).

Bei der Halbmarathon-Distanz über 21,4 km (inkl. 385 Hm) lief Gudrun Strauß in 1.45:50 als 4. Frau über die Ziellinie und gewann damit die Altersklasse W 50.

Der Kraichgau-Lauf bietet sehr viele unterschiedliche Distanzen (5, 10, 21, 33, 50 km) an. Die Laufstrecken sind überwiegend im Wald und durch die hügelige Kraichgau-Landschaft und dem damit verbundenen stetigen auf und ab sehr abwechslungsreich aber auch entsprechend anspruchsvoll. Die meisten Steigungen sind von überschaubarer Länge und nicht zu steil so dass man sie gut laufend bezwingen kann. Eine grenzwertige Ausnahme ist ein bissiger Anstieg über 100 Höhenmeter auf einer Länge von ca. 700 m, der daher als sogenannter „Saubuckel“ durch Plakate angekündigt wird. Beim Ultramarathon ist dieser 2 mal beim ¾ und Halbmarathon nur 1 mal zu laufen.  Der Kraichgau-Lauf ist ein sehr gut organisierter und für jede Distanz empfehlenswerter Lauf.

Seine Stärken bei den Ultra-Läufen bewies wiederum Volker Dörr.

Am 06.07.19 startete er beim Thüringen-Ultra über 100km und 2200Höhenmeter und erreichte in 13:08:42 Stunden in der M60 4.

Am Samstag darauf reichte es diesmal beim Night52 in Bretten über 52km zu einem Podestplatz in 5:52:37 und Platz drei in der M60.

RCV Donnersberg Trail

Beim Ultratrail Donnersberg über 49 Kilometer und 2080 Höhenmeter siegte Eva Katz in der W40 in 6:09:59 Stunden. Volker Dörr wurde in der M60 vierter in 6:55:33.

Danach startete Volker Dörr auch beim Eifel Ultra-Marathon über 51,4 Kilometer und verpasste auch hier in seiner Altersklasse M60 mit Platz 4 wiederum knapp einen Podestplatz in 5:21:51Stunden.

Eva Katz vom RC Vorwärts Speyer startete beim Zermatt Ultra Marathon über 45,595 Kilometer. Diese anspruchsvolle Strecke mit einer Gesamtsteigung von 2458 Meter sowie Gesamtgefälle von 444 Meter bewältigte Katz in 4:47 Stunden und holte damit in der Gesamtwertung Frauen den dritten Platz und Rang 1 in der W40.

Matthias Krotky lieferte eine solide Leistung ab und kam in einer Zeit von 05:48 Stunden als 23. in der Altersklasse M45 ins Ziel.